Jahresrückblick 2025

Jahresrückblick 2025

„Wenn die Macht der Liebe über die Liebe zur Macht siegt, wird die Welt Frieden finden.
Jimi Hendrix

 

Wie jedes Jahr – es gibt immer viel zu tun rund um das Strandbad und bleibt spannend!

Zum Glück wurde das Strandbad dieses Jahr verschont von Hochwasser, eher hatte der Rhein zu wenig Wasser im Jahresmittel gesehen.

Das gute Wetter lockte bereits früh im Jahr – Anfang März – viele Menschen an den Rhein – da gab es schon gut Betrieb am Cafe Oro und Purino, die Sonne lockte nach dem trüben Winter wieder viele Besucher zum Lido.

Anfang März wurden mehrere große Bäume beim Bistro Oro gefällt. Es stellte sich nach einiger Recherche heraus, dass diese an Rußrinde erkrankt waren. Das Einatmen der Sporen ist nachhaltig schädigend für die Atemwege. Die Bäume lagen zwei Wochen auf der Wiese. Auf unsere Nachfrage hin stellte sich heraus, dass die beauftragte Firma diese einfach liegen gelassen hatte. Es wurde deutlich, dass die einzelnen Fachbereiche untereinander schlecht kommunizieren, der Fachbereich Sport und Freizeit federführend für das Strandbad, wusste nichts von dieser Aktion. Da kann man nur die Hoffnung haben, dass dies sich künftig ändert.

Bewegung gab es hinsichtlich des Versuchs, die Sicherheit für Radfahrende auf der Rheingoldstraße Richtung Stollenwörthweiher – Rheingoldhalle – Waldpark – Strandbad zu verbessern. Nach der Entfernung der Bedarfsstreifen für Radfahrer (der suggeriert hat, dass der motorisierte und der Radverkehr eigene Fahrspuren haben) wurden dann endlich auch Hinweisschilder bezüglich Überholverbots / Mindestabstand von 1,50 Meter zum Radfahrenden aufgehängt. Leider jedoch sehr hoch oben und sehr klein.

Im März traf sich der Mastra Vorstand mit den Verantwortlichen des Fachbereichs Sport und Freizeit vor Ort am Strandbad. In dem konstruktiven Austausch konnten wir die Themen, die uns rund ums Strandbad bewegen, thematisieren. Unser Hinweis auf den schlechten Zustand brachte Verbesserungen im Klohäuschen. Zur Reissinsel hin wurde eine Sperre errichtet, um Hundehalter davon abzuhalten, diesen Zugang zu nutzen.

Zu einem Aufreger entwickelte sich der öffentliche Bus zum Strandbad. In den sehr langen Pausen auf dem Parkplatz am Strandbad stand er ständig mit laufendem Motor bis zur nächsten Fahrt. Das ist grundsätzlich verboten und noch dazu mitten im Naturschutzgebiet nicht zu tolerieren. Seitens der BusfahrerInnen wurde gesagt, der Betreiber habe die Anweisung gegeben. Unsere Anfragen diesbezüglich bei der RNV wurden nicht beantwortet und/oder das Busunternehmen auf die Ordnungswidrigkeit hingewiesen. Nach unserem Hinweis an den Bezirksbeirat Neckarau wurde die Angelegenheit in einer nichtöffentlichen Sitzung besprochen. Wir sind gespannt, ob die unnötige Luftverschmutzung nächstes Jahr gestoppt ist.

Dem Wunsch einiger Mitglieder folgend, luden wir im August zu einem lockeren Mitgliedertreffen am Strandbad ein. Da wir uns auch dieses Jahr mit dem Thema Badeverbot beschäftigten und uns eine Einschätzung von der Politik einholen wollten, ergab es sich, dass sich Bürgermeister Thorsten Riehle auf Einladung zu dem Treffen dazu gesellte. An diesem heißen Tag hatten wir einen sehr interessanten, lebhaften Austausch auch zu anderen Themen. Die überwiegende Mehrheit unserer Mitglieder möchten im Rhein baden. Da derzeit bundesweit das Thema ‚Baden in Flüssen‘ sehr kritisch gesehen wird und an vielen Orten verboten wurde, sehen wir momentan keine Chance, dass das Badeverbot von der Politik aufgehoben wird und wir legen das Anliegen erst mal auf Eis.

Herzlichen Dank an dieser Stelle nochmal für den tollen Austausch und die hilfreichen Infos.

Auch der CDU Ortsverband Neckarau signalisierte Interesse an einem Austausch zu den Problemen am Strandbad. Anfang September fand ein Treffen am Strandbad statt, an dem wir unsere brennenden Themen vorbringen konnten. Einiges wurde intensiv diskutiert und sollte in den Bezirksbeirat eingebracht werden. Auch hier danken wir für das Interesse am Strandbad.

Am 7. Oktober hatten wir zu einer Mitgliederversammlung eingeladen, in der wir unsere Mitglieder über den aktuellen Stand zu unseren Themen und unsere Arbeit informierten Der angeregte Austausch dazu war sehr konstruktiv angeregt. Das Protokoll haben wir euch zugesandt.

Aufgrund der umfassenden Sparmaßnahmen der Stadt war für uns die Frage offen, wie es weiter geht mit dem Campinggebäude. Im Oktober hatten wir erneut ein Gespräch beim federführenden Fachbereich. Die allgemeine Einschätzung ist, dass das geplante neue Gebäude wegen der zu erwartenden sehr hohen Kosten nicht gebaut werden kann. Wir waren doch sehr erstaunt, dass dennoch die Planungen zum Neubau weiterlaufen. Zwei Architekturbüros (der Drittplatzierte hat sich zurückgezogen) sind beauftragt, eine Kostenerstellung bis Ende des Jahres vorzulegen. Im Haushalt 2026/27 werden diese dem Gemeinderat zur Entscheidung vorgelegt.

Im Verein gibt es eine Untergruppe, die sich verstärkt darum kümmert, ob es eine Option für die Sanierung des bestehenden Gebäudes gibt. Wir von MASTRA, der Campingverein und der Pächter des Oro konnten mit einem zusätzlich hinzugezogenen Statiker Anfang Dezember das Gebäude besichtigen, um uns selbst ein Bild vom Zustand zu machen. Die erste grobe Einschätzung ist, dass ein dauerhafter Erhalt über eine Sanierung des Gebäudes wohl nicht möglich ist. Evtl. ist eine ‚lebensverlängernde Maßnahme‘ für ca. 10 Jahre möglich. Dazu ergaben sich jedoch noch einige Fragen, die derzeit noch ungeklärt sind und weiterbearbeitet werden.

Es wird ein wichtiges Thema in den kommenden Jahren sein und wir halten euch auf dem Laufenden.

Beim Restaurant Purino war der Pachtvertrag abgelaufen. Unsere Info ist, dass ein neuer Vertrag abgeschlossen werden konnte, so dass der Betrieb dort wie bisher weiterlaufen kann.

Die finanzielle Situation des Vereines ist wie schon länger prekär, da wir keinen Mitgliedsbeitrag einziehen. Aus diesem Grund haben wir einen Spendenaufruf gestartet und zwischen September und Dezember sind 535€ auf das Vereinskonto eingegangen.

Vielen herzlichen Dank allen Spendern. Jede Spende ist wichtig, egal wie groß sie ist, um die laufenden Geschäfte des Vereins aufrecht zu erhalten.

Und zum Schluss der Hinweis, 2027 wird das Strandbad 100 Jahre alt. Die Verwaltung hat zugesagt, zusammen mit unserem Verein eine festliche Veranstaltung für den herrlichen Lido zu planen.

Auch dieses Jahr geht unser Wunsch nach Frieden für alle Menschen auf Erden mit dem Jahresrückblick einher.

Euch schöne Feiertage und ein gutes Neues Jahr 2026 in Gesundheit und mit schönen Erlebnissen am Lido.

 

Euer MASTRA Vorstand

Gisela Korn-Pernikas

Jürgen Wallenwein

Daniele Schild

 

Wir freuen uns auf ein Wiedersehen am Strandbad!