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Aktuelle Informationen vom April 2015

Liebe Freundinnen und Freunde des Strandbades,

die Sommersaison hat begonnen und die Besucherinnen und Besucher strömen zu einem der schönsten Naherholungsplätze Mannheims.

Aus diesem Grund möchten wir alle unsere Leserinnen und Leser über die aktuelle Situation am Strandbad informieren.

 Strandbad Ost

Wie die Besucherinnen und Besucher sicherlich schon registriert haben, sind am Ostflügel des Strandbads umfangreiche Baumaßnahmen zu erkennen. Eigentlich sollten diese Baumaßnahmen schon im Herbst letzten Jahres begonnen haben und jetzt fertig sein. Doch aus unerfindlichen Gründen hat man die Winterpause, in der weniger Besucher zu verzeichnen sind, nicht genutzt und gerade dann mit den Baumaßnahmen begonnen, wenn die ersten Sonnenstrahlen erscheinen und die Besucher an das Strandbad gehen. Betroffen davon sind auch die Besucher des Strandbad-Restaurants, das von einer Baustelle umgeben ist und von dessen Terrasse aus zur Zeit nur Baufahrzeuge zu sehen sind. Nun gut, die Verantwortlichen der Stadt Mannheim haben versprochen, dass diese Umbaumaßnahmen im Mai abgeschlossen sein werden.

Die Planungen für diesen Umbau haben schon Mitte 2013 begonnen, in dem man verschiedene Architektenbüros aufgefordert hat, Entwürfe einzureichen, von denen in einer Jurysitzung ein Siegerentwurf (siehe Anlage) ausgewählt wurde, der jetzt zum Umbau ansteht. Dabei soll die große Wiese mit Baumpflanzungen und kleinen Erhebungen aufgelockert und die alte aus Beton bestehende Strandpromenade durch eine neue Asphaltierung verschönert werden. Ein Wermutstropfen hierbei ist jedoch, dass diese Promenade schmaler sein wird als die vorherige und sich dementsprechend weniger Besucherinnen und Besucher darauf bewegen können. MASTRA e.V. ist es jedoch zu verdanken dass die ursprünglich nur 3 m geplante Promenade auf jetzt 5 m breit wird.

Zusätzlich soll es neue Sitzmöglichkeiten aus Beton geben und in den Kies werden betonierte Liegeflächen eingelassen. Des Weiteren ist im eingereichten Siegerentwurf ein Wasserspielplatz vorgesehen, der auch jetzt aufgrund der massiven Fürsprache von MASTRA e.V. in die Umbaumaßnahmen einbezogen wird.

Es wäre schön, wenn wir von unseren Leserinnen und Lesern Reaktionen bekämen, wie Ihnen die neue Gestaltung der Wiese, der Promenade und der Liegemöglichkeiten am Strand gefällt. Ebenso interessiert uns Ihre Meinung zum Wasserspielplatz. Bitte Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Strandbad West

bistro kleinDas Camping-Gebäude im Strandbad West ist bekannte Maßen baufällig und muss aus Sicherheitsgründen wahrscheinlich sogar bald gesperrt werden. Das bestätigte die Stadtverwaltung auf "MM"-Nachfrage; ein Abriss ist wahrscheinlich. Die Tage der alten, aus den 1920er Jahren stammenden Naherholungseinrichtung sind damit jedenfalls gezählt, weil eine Sanierung unrentabel ist. Ein Neubau muss her.

Wir von Mastra e.V. forderten deshalb schon frühzeitig ein Mitbestimmungsmodell, an dem alle Beteiligten im Sinne eines "moderierten kooperativen Planungsverfahrens" am Planungsprozess eines Neubaus einbezogen werden. Ein solches Verfahren, wollte der zuständige Fachbereich aber nicht, nannte hierbei aber keine Gründe. Mit Hilfe einer intensiven Öffentlichkeitsarbeit war es unserem Förderverein jedoch gelungen, einen „Runden Tisch“ bei der Stadtverwaltung zu installieren, an dem MASTRA e.V., AGENDA Neckarau, Campingverein, Pächter Bistro, DLRG, und Bezirksbeiräte einbezogen wurden.

Bei der ersten Sitzung Mitte des letzten Jahres wurden Entwürfe für einen Neubau vorgelegt, die jedoch aus Sicht unseres Fördervereins ungeeignet waren, weil zwar Funktionsräume vorgesehen waren, die sich jedoch als zu klein erwiesen. Außerdem war das letztgenannte nicht ebenerdig geplant, so wie es zurzeit Hunderte von Besuchern erfreut. Die Gastronomieküche soll laut Plan lediglich 10 qm groß werden und hätte zukünftig auf keinen Fall die derzeitige Nachfrage an Speisen und Getränke bewältigen können. Oben auf der Terrasse waren nur wenige Tische geplant und die „ebenerdigen Gäste“ sollten sich ihre Getränke und Speisen über eine Treppe vom ersten Obergeschoss holen. Dies ist nach unserer Ansicht nicht behindertengerecht und auch für ältere Menschen ungeeignet. Der im Plan vorgelegte Baustil des neuen geplanten Gebäudes sollte der Gasstätte im östlichen Teil des Strandbades, das vor ein paar Jahren errichtet worden ist, entsprechen. Es hat sich jedoch gezeigt, dass dieser Baustil von den meisten Besuchern nicht angenommen wird, weil der ebenerdige Bereich subjektiv einer Tiefgaragenatmosphäre entspricht, die dazu geführt hat, dass niemand die dort angebotenen Sitzgelegenheiten annimmt. Viel lieber sitzen die Leute im jetzigen Campingplatzbistro ebenerdig in ungezwungener Atmosphäre. Wir forderten also

  • zusätzlich zum geplanten Kiosk im 1.OG einen ebenerdigen Ausschank und eine ebenerdige Essensausgabe
  • 150 Sitzplätze auf der Promenade vor dem Gebäude mit direktem Blick auf den Rhein
  • ein gastronomisches Angebot wie bisher (mit Selbstbedienung, erschwinglichen Preisen und einfachen Speisen)
  • gleichberechtigte Teilhabe bei den weiteren Planungen am Strandbad

Zur Unterstützung unserer Forderungen hatten wir Anfang August 2014 eine Unterschriftenaktion gestartet und Unterschriftenlisten zum Neubau ausgelegt. Ein Plakat am Eingang des Bistros sowie Informationen auf unserer Homepage und auf unserer Facebookseite klärte über unsere Aktion auf.

Die Aktivität war ein großer Erfolg.

1200 Menschen, überwiegend aus Mannheim und vor allen Dingen regelmäßige Besucherinnen und Besucher des Camping-Bistros haben sich mit unseren Forderungen solidarisiert und ihre Unterschrift dazu gegeben. Camper, Besucher, Mannheimer, Strandbad-Freunde haben die Forderung nach Planungsbeteiligung signiert; ein ordentlicher Packen Papier samt roter Schleife wurde dem Bürgermeister Lothar Quast übergeben.

Im Januar gab es nun einen zweiten Runden Tisch und es wurde ein veränderter Entwurf vorgelegt, der im Wesentlichen nun auf die Wünsche der Beteiligten eingegangen ist. Die Bewirtschaftung des Bistrobetriebs erfolgt ganzjährig im Obergeschoss und in der Sommerzeit sollen Speisen und Getränke in kleinem Rahmen über ein Kiosk ebenerdig ausgegeben werden. Die maximale Zahl der Sitzplätze wurde auf 100 festgelegt. Gleichwohl der erfolgten Änderungen entstanden bei der letzten Mitgliederversammlung von MASTRA e.V. weitergehende Fragen, die den Verantwortlichen des zuständigen Fachbereichs für Freizeit und Sport übermittelt wurden. In der Diskussion ergab sich nach den bisher vorliegenden Informationen kein stimmiges Bild zur Gestaltung und Nutzung. Wir wollten unter anderem von den Planern wissen, ob der ebenerdige Bistro‐Bereich in Form eines druckwassergeschützten festen Baues oder in Form von unterschiebbaren Containern errichtet wird und ob die ebenerdige Küche des Bistrobereichs so groß sein wird,dass dort wirklich auch kleinere Speisen (Pizza, Wurstsalat, Pommes etc.)hergestellt werden können. Die vorgelegte Planungen der Stadtverwaltung, die diese nicht als solche, sondern als eine so genannte "Machbarkeitsstudie" verstanden wissen wollte, erscheint uns in der jetzigen Planung zu nebulös, um sich damit konkret auseinander zu setzten. Es ist deshalb unser größter Wunsch eine konkrete Architektenplanung vorgelegt zu bekommen, anhand derer konkrete Diskussionen mit unseren Fachleuten entwickelt werden können, um in einem weiteren Schritt die Öffentlichkeit einzubinden bzw. dem Bezirksbeiratssitzung Neckarau vorzustellen. Mittlerweile ist aber der federführende Fachbereich zur Erkenntnis gekommen, dass zur Zeit keine Planungsmittel zur Verfügung stehen, um eine Planung weiter zu betreiben und kann somit unsere Fragen nicht fundiert beantworten. Sobald Mittel im neuen Haushalt eingestellt seien und die Planung weiter betrieben werden kann, wird die Stadtverwaltung wieder auf uns zukommen. Wir sind gespannt.

Aufgrund des festgestellten baufälligen derzeitigen Campinggebäudes ist nach unserer Meinung jedoch wohl sicher, dass das Gebäude über kurz oder lang vollständig abgerissen werden muss. Da sich die Besucher weiterhin an dieser Stelle sehr wohlfühlen, ist unsererseits kein Bestreben vorhanden, den Zustand bzw. Erneuerung des Gebäudes so schnell als möglich zu einzufordern. Sollte der Abriss aber konkret notwendig werden, sollte eine alternative Lösung umgehend umgesetzt werden.

Es ist uns nach wie vor wichtig, bei der weiteren Entwicklung und Entscheidungsfindung zum neuen Campinggebäude beteiligt zu sein, damit wir gemeinsam im Sinne der Gäste eine gute Lösung für das Camping- und Gastronomiegebäude finden. Bevor Planungen an Ausschüsse oder Gemeinderat gehen, müssen diese vorher an einem weiteren Runden Tisch erörtert werden

Letztendlich finden am Strandbad neben den baulichem Maßnahmen auch gastronomische Veränderungen statt, da der Pachtvertrag der Strandbadgaststätte mit dem jetzigen Pächter zum Ende dieses Jahres ausläuft und die Stadt nicht umhin kommt ein Gesamt-Bewirtungskonzept für die Gaststätte und das Camping-Bistro zu entwickeln.

Sobald sich Änderungen ergeben werden wir unsere Leser weiter informieren.